22.02. - 21.04.2024

Jürgen Hochmuth: Der Atem des Gewölbes

„Man muss ein Zeichen finden, das künstlerisches Dasein bestimmt, eine Geste, eine Spur. Daraus entsteht Unerschöpflichkeit.“ Der Bildhauer, Zeichner und Maler Jürgen Hochmuth, dessen Beitrag zur Triennale 2021 den Preis Kunstvereins erhielt, zeigt in dieser Ausstellung die in sich geschlossene Werkgruppe „Der Atem des Gewölbes“. Sie nahm 1993 ihren Anfang und zählt bis heute über 200 Zeichnungen, Objekte und Bilder auf Leinwand. In zahlreichen Variationen wiederholt sich eine archaische Grundform, die der Künstler als „Schädelhaus“ bezeichnet. In einem meditativen, individuellen Prozess entsteht so eine Serie mit unerschöpflich vielen Nuancen, die die Möglichkeit, ohne Wiederholung und Regel Lebendigkeit zu erzeugen, Lebensnähe und die Vielfalt des Schöpferischen zu erspüren, sichtbar macht. In seiner neuesten Arbeit, einer Installation mit dem Titel „Speicherort – Schädelhaus oder Schemen des Verschwindens – vergessenes Lachen und erinnertes Lächeln“ nimmt er den gestalterischen Gestus des „Schädelhauses“ auf und setzt sich mit einer zentralen Herausforderung des Menschseins, der elementaren Frage von Erinnern und Vergessen, auseinander.

Kurator: Dr. Stefan Muffert

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